Die Magie der Musik & Food for Thought
Große Persönlichkeiten und außergewöhnliche Begegnungen
Der Juli auf Schloss Elmau steht ganz im Zeichen musikalischer Neugier. Internationale Ausnahmekünstlerinnen und -künstler eröffnen neue Perspektiven auf Klassik und Jazz, begegnen einander im kammermusikalischen Dialog und lassen Musik unmittelbar im Moment entstehen. Drei besondere Konzertprojekte laden dazu ein, bekannte Werke neu zu hören und seltene Konstellationen in der einzigartigen Atmosphäre von Schloss Elmau zu erleben.
Quelle: Julia Wesely
2 & 4 Juli | Patricia Kopatchinskaja
2 & 4 Juli
Patricia Kopatchinskaja: Ein Wochenende voller musikalischer Entdeckungen – zwei Abende, unzählige Perspektiven
Nur wenige Musikerinnen stellen Erwartungen so konsequent infrage wie Patricia Kopatchinskaja. Von The Times als „eine Musikerin von außergewöhnlicher Ausdrucksenergie und entwaffnender Ungezwungenheit“ gefeiert, verleiht die international renommierte Violinistin jedem ihrer Auftritte neue Einsichten, überraschende Perspektiven und unverwechselbare Originalität.
Gemeinsam mit dem Pianisten Joonas Ahonen präsentiert sie zwei kontrastreiche Programme, die von Beethoven über Meisterwerke des 20. Jahrhunderts bis hin zur unverkennbaren Klangwelt Igor Strawinskys reichen. Im intimen Konzertsaal von Schloss Elmau versprechen diese Auftritte zwei Abende von außergewöhnlicher künstlerischer Intensität.
Quelle: Till Eitel
7 Juli | Michael Wolffsohn
7 Juli
Kann große Kunst von der Geschichte getrennt werden?
Für unzählige Hörer stellen die Aufnahmen von Herbert von Karajan den absoluten Höhepunkt der klassischen Musik dar. Gleichzeitig fordert uns seine Biografie immer wieder mit einer Frage heraus, die weit über die Musik hinausreicht: Wie sollten wir Künstler beurteilen, deren Errungenschaften von den politischen Realitäten ihrer Zeit untrennbar sind?
In Genie und Gewissen – Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus geht Michael Wolffsohn, einer der führenden deutschen Historiker der Gegenwart, dieser Frage anhand umfassender Recherchen und zahlreicher neu untersuchter Quellen nach. Das Ergebnis ist das nuancierte Porträt eines Künstlers, dessen Leben unser Verständnis von künstlerischer Größe, moralischer Verantwortung und Geschichte weiterhin herausfordert.
Quelle: Sammy Hart
11 Juli | Lisa Batiashvili, Nino Gvetadze & Schumann Quartett
11 Juli
Sechs weltberühmte Musiker im Dialog: Chaussons einzigartiges Meisterwerk
Manche musikalischen Begegnungen scheinen geradezu vorbestimmt. Lisa Batiashvilis Neugier und ihre besondere Nähe zur Kammermusik finden in der Pianistin Nino Gvetadze und dem vielfach ausgezeichneten Schumann Quartett ideale Partner. Gemeinsam bilden sie ein Ensemble, das wie geschaffen ist für Ernest Chaussons außergewöhnliche Partitur.
Im Zentrum des Programms steht Chaussons Konzert für Violine, Klavier und Streichquartett – ein selten zu hörendes Meisterwerk an der Schwelle zwischen Spätromantik und Impressionismus. Die sechs herausragenden Musikerinnen und Musiker bringen seine leuchtenden Klangfarben, dichten Strukturen und seinen lebendigen, dialogischen Charakter eindrucksvoll zur Geltung. So wird eines der eigenständigsten Werke der französischen Kammermusik in all seiner Ausdruckskraft unmittelbar erlebbar.
Quelle: Helene Pambrun
14 & 16 Juli | Baptiste Trotignon & Dan Tepfer
14 & 16 Juli
Der französische Jazzpianist Baptiste Trotignon:
zwei Abende, zwei Perspektiven
An zwei Abenden lädt der gefeierte französische Jazzpianist und Komponist Baptiste Trotignon zu zwei vollkommen unterschiedlichen Hörerlebnissen ein. In seinem Solorezital entfaltet sich die ganze Ausdrucksbreite des Klaviers: intim, lyrisch und von großer klanglicher Fantasie.
Beim zweiten Konzert öffnet sich die Bühne für den amerikanischen Pianisten Dan Tepfer. Zwei Flügel stehen sich gegenüber, und die Musik entsteht in Echtzeit – getragen von Improvisation, aufmerksamem Zuhören und einem fortwährenden Austausch musikalischer Ideen.
Dan Tepfer, von The New York Times für seine „meisterhafte Technik“ gerühmt, ist dafür der ideale Partner. Das Konzert bietet eine seltene Gelegenheit, zwei herausragende Jazzpianisten dabei zu erleben, wie sie im Augenblick etwas Einmaliges erschaffen.
Konzertsaal Schloss Elmau
Quelle: Leopold Fiala